Game Camp 2015 in München #gcmuc

Am 06. und 07 Juni 2015 war es wieder Zeit, die Pforten der Mediadesign Hochschule (kurz MD.H) öffneten sich für das diesjährige GameCamp Munich.

Samstag

Nachdem das Frühstück (danke an das Werk1 fürs Sponsoring) 🍴 vom Bäcker in die MD.H gebracht wurde und alle Teilnehmer mit Butterbrezen, Croissants, Nussecken und natürlich Kaffee ☕️ versorgt wurden ging es mit der bei Barcamps üblichen Sessionplanung los.

Im Gegensatz zu “normalen” Konferenzen gibt es bei Barcamps am Anfang keinen festgelegten Sessionplan. Alle Sessions werden am Beginn jedes Tages von Teilnehmern des Barcamps vorgestellt und per Handzeichen aus dem Publikum das Interesse an dem Talk ermittelt.

Hier wurden hochinteressante Sessions aus den diversesten Themengebieten vorgestellt. Ich stelle jeweils kurz die Sessions vor die ich besucht habe. Leider waren oft mehrere interessante Sessions gleichzeitig, wo man sich schweren Herzens entscheiden musste (Vierteilen war leider keine Option 😅)

Sound VS. Games // Tipps zum Outsourcen von Musik & Sound

Die erste von mir ausgewählte Session startete mit den Thema wie man am Besten Musik und Sound outsourced. Toller Talk von Daniel Pharos von den Knights of Soundtrack 😃. Lessions learned: Frühzeitig mit den externen Sounddesignern treffen, auch wenn man noch nicht die gestalterische Richtung des Games festgelegt hat. Man bekommt oft kostenlose Beratung zum Sound-Design, damit am Schluss kein Alien-Shooter mit Country-Musik draus wird 😉.

Was macht IBM eigentlich hier? …ich hab doch schon nen PC!

Im nächsten Talk stellte IBM vor, wie deren Engament im Bereich Gaming aussieht. Hierbei wurden die beiden Cloudplattformen Bluemix und SoftLayer vorgestellt.

Während sich Bluemix als Platform-as-a-service (PaaS) direkt an Entwickler wendet, die direkt loscoden wollen (ohne sich um die eigentlichen Server kümmern zu müssen), bekommt man bei SoftLayer als Infrastructure-as-a-service (IaaS) direkten Zugriff auf den Server.

SoftLayer bietet allerdings im Unterschied zu bspw. Amazon EC2 die Möglichkeit direkt echte Bare-Metal Server auf Stunden und Monatsbasis zu mieten, falls virtualisierte Server für den eigenen Einsatzzweck nicht in Frage kommen. Erwähnt wurde außerdem, dass die Multiplayer-Server von Battlefield 4 komplett auf SoftLayer laufen.

Mittagessen 🍝

Nach der ersten Ladung Sessions versammelten sich alle Teilnehmer zum gemeinsamen Mittagessen. Hierbei vielen Dank an TeamSpeak für das Sponsoring 😀

Death of a mobile game (Postmortem)

Dieser Talk bot einen sehr interessanten Einblick in die Entwicklung und die darauf folgenden Launch-Phase des iOS-Games Meerkatz Challenge. Leider wurde die Weiterentwicklung des Spiels aufgrund des fehlenden finanziellen Erfolgs eingestellt. Hier wäre interessant gewesen, falls man den Bezahltitel auf Free2Play umgebaut hätte.

Pixelart / Retro oder Modern

Spannender Einblick in die Welt der Pixelart und was man mit nur 64 Farben für krasse Bilder erschaffen kann 😀 Zudem wurde erläutert wann genau Pixelart Pixelart ist. Das Bild muss nicht zwangsläufig “pixelig” aussehen. Grundvoraussetzung ist, dass der Künstler bei der Erstellung jeden ⚠️ Pixel bewusst gesetzt hat und sich auch keiner Hilfsmittel wie Photoshop Brushes bedient hat.

Kickstarter Pre-Mortem

Einblicke in die Kickstarter-Kampagne von Das Tal stellte Andreas Zacherl zur Verfügung. Diverse Statistiken, Verlauf der Kampagne, etc. zeigten Eindrucksvoll, wie es innerhalb eines Kickstarters aussieht. Falls ihr die Entwickler unterstützen wollt, kann man auf deren Webseite direkt das Game vorbestellen (und dann je nach Version Zugriff dann auf die geschlossene Alpha bzw. Beta Phase erhalten).

Virtual Reality in der (Angst)forschung

Martin Dechant erzählte neben den Grundlagen von Virtual Reality auch, wie man VR sinnvoll in der Forschung einsetzen kann. Hierbei stellte er ein aktuelles Projekt vor, wie man virtuelle Realität in der Angstforschung nutzen kann. Bislang wurden Patienten mit Spinnenphobie echten Spinnen ausgesetzt, was natürlich neben dem Aufwand die Spinnen zu halten auch Stress für die Tiere während der Tests bedeutet. Mit der VR-Lösung können jederzeit kontrollierte Bedingungen hergestellt und wiederholt werden.

Kleine Anekdote: Bei einem VR-Test mit einem Spinnenphobiker trat der Fall ein, dass sich der Patient die Oculus Rift vom Kopf riss und aus dem Raum lief. (Die Oculus wurde dabei so stark beschädigt, dass sie nicht mehr einsetzbar war 😨). Hierbei merkt man, dass echte Phobien was anderes sind als das übliche “Ich mag keine Spinnen”.

Party

Natürlich darf auch bei diesem GameCamp die Party am Abend nicht fehlen. Deshalb machten sich alle nach der letzten Session auf den Weg ins ZAR zum IBM Get together, um den ersten Tag bei Grillbuffet und kühlen Getränken ausklingen zu lassen 🍻 Danke außerdem an das Werk1, sowie Teamspeak für die Sicherstellung der Bierversorgung 🍺

Sonntag

Zwar etwas müde von der Party am Vorabend, aber trotzdem motiviert ging es wieder um 9 Uhr morgens weiter mit dem zweiten Tag des GameCamps. Nach Frühstück und Sessionplanung stand man wieder vor dem Problem, welche Session man besuchen soll 😅

How to kick asses and do marketing like a boss

Wie kann man in den Sonntag Vormittag besser starten, als mit einer Einführung in Marktingtechniken 😉 Spaß beiseite, war eine interessante Session über die Grundlagen des Marketings. Man kann auch noch das tollste Game entwickelt haben, aber ohne Marketing wird es schwer, dass Spiel auch bekannt zu machen.

Indie Hobo VS. Corporate pig

Wie letztes Jahr gab es auch auf dem diesjährigen GameCamp wieder einen hochinteressanten Vergleich zwischen Indie- und Corporate Entwickler. Hier erzählen Robin Kocaurek (Indie, Klonk Games) und Rich Winterstetter (Corporate, Travian Games) über die Vor- und Nachteile der jeweiligen anderen Arbeitswelt. Als Indie-Entwickler hat man zwar viel mehr Freiheiten, dafür aber auch dementsprechend mehr Verantwortung.

Mittagessen 🍝

Hier vielen Dank an IBM für das Sponsoring des Mittagessens am Sonntag 👍

Grafik für Nicht-Grafiker

Dieses mal keine Ausreden, dass man nicht Zeichnen kann 😜 Peter Wagner stellte in seinem Talk die grundlegenden Zeichentechniken vor (inkl. parktischer Übungen) und wie er die Grafiken für sein Indie-Mobile-Game Blowy Fish erstellt hat.

Octo-Awesome Live Coding

Tom Wendel fuhr gleich die schweren Geschütze auf und machte eine Live-Aufnahmesession seiner Let’s Code Reihe OctoAwesome. Hier wurde inkl. Zuschauerunterstützung ca. 20 Min. an der neuen Werkzeugleiste des Spiels gearbeitet. Die GameCamp Folge zum Anschauen ist unten verlinkt.

Link zur Aufzeichnung

Social Media @ chip.de

Florian Schmitz stellte als Head of Social bei chip.de vor, wie Social Media bei chip.de gehandhabt wird, auf welchen Portalen sie unterwegs sind und wie man möglichst viel Aufmerksamkeit für die eigenen Posts bekommt.

Feedbackrunde

Nach der letzten Session fanden sich alle Teilnehmer im Audimax der MD.H für die gemeinsame Feedbacksession ein. Hier wurde neben diversem Lob für die Orgas auch wertvolles Feedback eingesammelt, wie das GameCamp noch besser werden kann 😃

Fazit

Mir bleibt bloß zu sagen, vielen Dank für ein tolles GameCamp Munich 2015. Danke an die Organisatoren, Speaker, freiwilligen Helfer und die diversen Teilnehmer.

Natürlich auch ein großes Dankeschön an die zahlreichen Sponsoren, die das GameCamp erst möglich gemacht haben 👍

Ich freue mich schon auf nächstes Jahr 😉

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